Ärztin massiert Kopf einer Patientin

Deshalb profitieren Körper und Psyche von Osteopathie

Deshalb profitieren Körper und Psyche von Osteopathie

Weil viele Strukturen zusammen ein funktionierendes Ganzes ergeben.

Einmal in der Woche wird Anne (34) durch den Osteopathen ihres Vertrauens empfangen. Dieser begrüßt sie in mit seiner freundlichen Stimme in seiner kleinen und ruhig gelegenen Praxis mit dem Worten „Wie geht’s dir?“ Diese Frage ist für die weitere Behandlung essentiell, denn bei dieser Heiltherapie wird der Mensch als Einheit gesehen und behandelt. Wir geben dir sieben gute Gründe, warum sich das positiv auf deine Psyche auswirken kann.

  • Seelenmüll loswerden und Blockaden lösen
  • nicht einfach Tabletten schlucken
  • innere Zufriedenheit und mitunter schnelle Schmerzlinderung
  • erschwinglich dank Zuschuss der Krankenkasse

1. Chronische Symptome zu behandeln heißt auch, chronisches Leiden zu behandeln.

Sorgen schlagen auf den Magen. Die Vergangenheit macht manchmal den Rücken krumm. Und wer eine schwache Blase hat, den plagt oft in Wahrheit ein schlechtes Gewissen. Wer immer wieder unter Bauchkrämpfen, Kreuzschmerzen oder Inkontinenz leidet, der freut sich nicht nur über Linderung, sondern meistens auch über ein offenes Ohr. Denn gerade chronische Schmerzen und Symptome belasten auf die Dauer auch deine Psyche. Ein guter Osteopath fragt ausführlich nach deinem seelischen Befinden und stellt eine Verbindung zu deinen körperlichen Symptomen her. So kannst du schon einiges an Seelenmüll loswerden.

2. Man lernt seinen Körper zu verstehen.

Lästige Symptome mit Tabletten bekämpfen, die unmittelbar heilen? Genau diesen Ansatz verfolgt die Osteopathie nicht. Stattdessen beginnt alles mit einem Gespräch. Es benötigt Zeit, die Schmerzpunkte zu finden. Deswegen passiert in einer Sitzung auch erstmal nicht so viel. Zudem benutzt der Osteopath zur Therapie keine Hilfsmittel, sondern ausschließlich seine Hände. Seine Berührungen gehen dabei bis in die Untiefen deines Körpers und des Organismus hinein und sollen so deine Selbstheilungskräfte aktivieren. Du lernst also, deinen Körper besser zu verstehen.

3. Der Osteopath kann das Befinden seines Patienten ertasten.

Ein echter Osteopath hat sein Handwerk mindestens vier Jahre lang in weit über 1.000 Unterrichtseinheiten gelernt. Das Wichtigste: Seine Hände sind dabei zu hochsensiblen Tastwerkzeugen geschult worden. Durch bloße Berührungen und behutsamen Druck erspürt er Beschaffenheit, Temperatur, Spannung und Beweglichkeit der Haut. Darüber hinaus kann er auch das darunterliegende Gewebe, die Muskeln, Bänder, Faszien, Knochen und die inneren Organe erkunden. In der Fachsprache heißt dieses Tasten „Palpieren“. Es setzt bei vielen Patienten ein innerliches Gefühl des „Verstandenwerdens“ frei, das unglaublich zufrieden machen kann.

4. Auch Blockaden im Kopf können gelöst werden.

Wenn dein Rücken wieder frei, deine Schultern entspannt und dein Becken beweglich ist, dann hast du endlich wieder Zeit, dich schmerzfrei zu bewegen. So kannst du dich auch wieder anderen Themen in deinem Kopf widmen. Der Erfinder der Osteopathie, Andrew Taylor Still, hatte den Leitsatz: „Find it, fix it and leave it alone“ (deutsch: „Finde es, heile es und lass es dann in Ruhe“). Es ist wohl kein Zufall, dass man nach der gleichen Taktik auch mit Seelenschmerz umgeht.

5. Der Weg zu inneren Erkenntnissen wird durch Osteopathie geebnet.

Wenn mein langjähriges Leiden mit so wenig Aufwand so sehr gelindert werden konnte – dann geht es vielleicht gar nicht so sehr um einen falsch sitzenden Wirbel? Sondern eher um eine Blockade in meinem Kopf, die sich auf meinen Rücken auswirkt? Osteopathie ermöglicht es, solche Fragen zu stellen und im Nachgang auch zu beantworten. Natürlich sind seelische Erkrankungen oder ernsthafte psychische Probleme etwas für den Psychotherapeuten und nicht für den Osteopathen, aber er kann helfen, den Schritt dorthin zu gehen.

6. Berührungen sind Balsam für die Seele.

Es ist längst bewiesen: Wer nicht oder zu wenig berührt wird, der kann psychische Schäden davontragen. Gerade deshalb sind die ruhigen und gezielten Berührungen des Osteopathen oft sehr heilsam. Denn dadurch, dass der Mensch in dieser Therapie als Zusammenspiel aus Gewebe, Knochen, Muskeln, Geist und Organen gesehen wird, berührt der Osteopath seine Patienten oft genau dort, wo deren Schmerz sitzt.

7. Osteopathie ist schmerzfrei, dauert nicht lange und geht doch tief.

Manche Patienten haben schon nach ein bis zwei Sitzungen Osteopathie keine Beschwerden mehr. Das ist für eine Therapieform ohne Hilfsmittel extrem schnell. Bei der Behandlung schwieriger oder langjähriger Beschwerden kommt man im Schnitt auf etwa fünf Sitzungen. Dabei liegen die Kosten jeweils etwa zwischen 60 und 120 Euro pro Sitzung – wovon viele Krankenkassen auch Teile übernehmen.


Einen guten Osteopathen findest du übrigens über den Verband der Osteopathen Deutschlands (VOD). Und du solltest unbedingt herausfinden, ob deine Krankenkasse die Behandlungen bezuschusst. Bei der KNAPPSCHAFT kannst du zum Beispiel bis zu 150 Euro im Jahr für osteopathische Behandlungen zurückbekommen. Mach dich hier schlau.

 

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